Finanzkrise
Dezember 11, 2008
Heute las ich in Stern Online ein Interview mit Herrn Kannegiesser.
Auch er beruhigt alle Bürger mit dem Hinweis auf eine entstehende Milliarden-Kaufkraft durch Absinken der Inflationsrate.
Solche Beruhigungssignale sollten sich alle Verantwortlichen oder die, welche sich zugehörig fühlen, eigentlich sparen, da diese bei dem einzelnen Bürger nicht greifen.
Finanzkrise Kannegiesser
Dezember 11, 2008
„Zudem werden unsere Mitarbeiter im kommenden Jahr aufgrund der sehr niedrigen Inflation wieder deutliche Realzuwächse sehen. Ein Rückgang der Inflation um einen Prozentpunkt schafft 14 Milliarden Euro zusätzliche Kaufkraft. Schon über diesen Kanal wird die Binnennachfrage gestützt. Darüber hinaus brauchen wir dauerhafte Maßnahmen, die schnell wirken, wie zum Beispiel die Abschaffung des Solidaritätszuschlags.“
Quelle: STERN-ONLINE / Interview mit Herrn Kannegiesser 11.12.2008
Herr Kannegiesser sagt im Prinzip viele richtige Dinge - wenn aber auch er wiedergibt, was immer und immer wieder bei allen Äusserungen von Industriellen, Managern, Wirtschaftsweisen, Politikern zu lesen ist, dann sind die einzelnen Bürger vergessen.
Dies und das wird uns soviel und soviel Milliarden an neuer Kaufkraft bringen – das mag vielleicht sogar sein – nur bei dem einzelnen Bürger kommen die wenigen Euro überhaupt nicht in der Form an, dass dieser seine Kaufkraft überhaupt stärken könnte. Was sind im Beispiel von Herrn Kannegiesser 14 Milliarden für 80 Millionen Bürger ? Lächerlich – und damit keine Lösung für die augenblicklichen Probleme.
Aber Herr Kannegiesser hat ja weitere Anstösse gegeben.